Für den kommenden Testbericht haben wir uns das Samsung i7500 Galaxy ausgesucht und mal etwas näher unter die Lupe genommen. Das Gerät wird in Deutschland exklusiv über o2 vertrieben und kann somit als Antwort auf das HTC Magic von Vodafone gesehen werden.
Beide haben ja auch im Hintergrund das Betriebssystem Android laufen. Das i7500 Galaxy besitzt leider keine vollständige QWERTZ-Tastatur, hier müssen sie dann mit der virtuellen On-Screen Tastatur vorlieb nehmen.
Das führt dann natürlich auch dazu, dass das Handy deutlich dünner ist als zum Beispiel das T-Mobile G1. Die Abmessungen des Galaxy betragen knapp 56 mm in der Breite, 115 mm in der Länge und nur knapp 12 mm in der Dicke. Im
Gegensatz zum HTC Magic kann das Galaxy aber mit einer 5 Megapixel-Kamera aufwarten, die bei guter Beleuchtung, sprich hellem Tageslicht, recht brauchbare Bild schießt. Sobald die Beleuchtung allerdings schlechter wird, sprich in geschlossenen Räumen oder früh am Morgen, werden die Fotos leicht verpixelt und die Kamera kann höchstens noch mit 3 Megapixel Geräten mithalten. Selbst die angebrachte LED-Leuchte bringt es hier nicht weit. Nur Objekte in einem Abstand von bis zu einem Meter werden so noch ausreichend beleuchtet.
Kommen wir nun aber zur weiteren Ausstattung des Handys. Erfreulicherweise hat es an der Oberseite einen 3,5 mm Headset Anschluss, man kann also auch hier seine handelsüblichen Kopfhörer anschließen. Gleich daneben sitzt der Micro-USB-Anschluss. Darüber kann das Gerät geladen werden und dient auch gleichzeitig der Verbindung mit anderen externen Geräten. Der Anschluss verschwindet, optisch gut durchdacht, hinter einen kleinen Schutzkappe und ist somit staubgeschützt.
Das i7500 selber ist schwarz glänzend und die Rückseite ist aufgrund der Klavierlackoptik relativ schnell für Fettfinger und Kratzer empfindlich. Auf der linken Seite sehen wir die Laut/Leise Taste und auf der rechten Seite eine spezielle Taste um den Screen sperren zu können und gleich daneben noch eine Taste, um die Kamera zu starten. Stichwort Kamera: Hier hat Android wohl offensichtlich mal bei Apple nachgeschaut, denn sehr viele Einstellungsmöglichkeiten bietet die Kamera nun nicht gerade. Man kann lediglich manuell über die Qualität der Fotos und Videos entscheiden und wo man die Daten abspeichern soll. Das können sie dann beispielsweise auf dem erfreulich großen internen Speicher mit einer Kapazität von 8 GB.
Auf der Vorderseite sehen wir den üblichen 3,2” Touchscreen der hier kapazitiv reagiert, bietet aber im Gegensatz zu den Modellen von HTC kein Multi-Touch. Hier könnten Lizenz-technische Vorgänge mit Apple eine Rolle gespielt haben, so dass sich Samsung hier auf keine Experimente einlässt und diese Funktion einfach intern abgestellt hat.
Ein weiteres Novum ist allerdings, dass sie hier keinen Trackball mehr unter dem Display sehen und auch nicht mehr zur Verfügung haben. Gesteuert werden die meisten Aufgaben und Funktionen somit über einen 5-Wege-Navi-Key, welcher in der Mitte eine Bestätigungstaste vorweisen kann. Weitere Tasten sind die zwei üblichen Tasten zum Telefonieren, eine Taste die mir alle laufenden Programme anzeigt. Darüber ist noch eine Menütaste und eine Zurücktaste. Ein längerer Druck auf den Entsperren-Button zeigt dem Nutzer dann das typische Android Menü. Man hat hier gleich drei nebeneinander liegende Homescreens, die ich individuell belegen kann. Wieder mit einem längeren Druck kann ich somit kinderleicht neue Widgets hinzufügen oder einige wichtige Verknüpfungen zu interessanten Programmen legen.
Auch die virtuelle Tastatur ist in genau dieser Form eins zu eins mit der des HTC Magic zu vegleichen. Im Hochformat sind die Tasten recht klein, dreht man das Handy so dreht sich auch erfreulicherweise das Display und somit auch die Tastatur mit. Dies alles wird nur möglich, da im Hintergrund ein durchaus nützlicher Lagesensor mit verbaut worden ist. Neben der virtuellen Tastatur gibt es auch noch eine Texterkennung, ähnlich dem T9. Das Menü selber zieht man mit einer Fingerbewegung aus der unteren Leiste des Bildschirms einfach nach oben. Eigentlich ist das ganze nicht wirklich überwältigend, denn ab Werk liefert Android wenig mit und verlässt sich hier ein wenig auf die noch kommende Software von Drittanbietern.
Den Kalender gibt es allerdings noch mit dazu, der kann leider nicht mit Microsoft Outlook synchronisiert werden. Der Browser funktioniert relativ flott, als Startseite ist ab Werk natürlich Google installiert worden. Leider ist das Surfen nur kurzzeitig schön, denn schon nach wenigen Stunden macht der Akku schlapp, ein erneut richtiger Schwachpunkt des Samsung Gerätes. Dadurch das einem der Multi-Touch nicht zur Verfügung steht hat man von Samsung aus eine ordentliche Zoomfunktion mit integrieren können, was das lesen einer Seite wirklich deutlich vereinfacht.
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