Das Nokia N97 – Das Schlachtschiff unter den Nokia-Touchscreen Handys

5. Dezember 2009

in Nokia, Weitere

In der heutigen Präsentation werden wir uns einmal näher mit dem N97 von Nokia auseinandersetzen. Genau wie das 5800 Xpressmusic nutzt auch das N97 von Nokia die neue Touchoberfläche mit dem Betriebssystem Symbian vom finnischen Hersteller. Doch im Gegensatz zum 5800 ist das N97 eher in die Kategorie der Businessgeräte einzuordnen.
Es verfügt zwar an der Oberseite über einen 3,5 mm Headset Eingang, hat aber auch eine vollwertige QWERTZ-Tastatur, die zum Vorschein kommt, wenn man das Display seitlich aufschiebt. Der Bildschirm richtet sich dann automatisch in einen angenehmen Winkel auf, so dass sogar eine längere Email oder SMS auf der Tastatur zum Vergnügen wird. Wie oben beschrieben verfügt die Tastatur über ein QWERTZ-Design, die Tasten sind in jeweils drei Reihen angeordnet worden. Die Leertaste ist dabei leider etwas weit auf die rechte Seite gerutscht, was sich im allgemeinen Betrieb allerdings nicht negativ bemerkbar macht. Die Tasten sind auch mehrfach belegt worden, anders ist dies nicht machbar. Es gibt dann noch eine Symboltaste für bestimmte Sonderzeichen. Auf der linken Seite der Tastatur befindet sich eine Vier-Wege-Navigationstaste mit einer Bestätigungstaste in der Mitte. Wenn man die Tastatur nutzt dreht sich automatisch auch das Display in den Quermodus.

Der erste Blick auf das Display verrät gleich, dass sich hier deutlich mehr Widgets auf der Oberfläche befinden. Neben einer Uhr, dem aktuellen Datum kann man sich auch das neuste vom Wetter anzeigen lassen und die wichtigsten Kontakte gleich auf dem Startbildschirm hinterlegen. Eine weitere Leiste zeigt die Übersicht über die aktuellsten Emails und darunter befindet sich dann die übliche Schnellstartleiste mit dem Internet, der SMS-Ordner Ansicht und dem Telefonbuch. Der Browser öffnet nach dem Betätigen seine Seiten relativ fix und baut diese dann auch schnell auf. Die Qualität reicht dabei fast schon an das Apple iPhone heran. Flash wird allerdings nicht überall unterstützt, die Seite von Youtube kann hier nämlich beispielsweise nur in der Mobile-Version angeschaut werden. Die jeweiligen Seiten können über eine Zoomfunktion vergrößert und verkleinert werden, hier gibt es also leider kein Multi-Touch über das die Seite per Fingerzeig verkleinert bzw. vergrößert wird.
Kommen wir nun allerdings erst einmal zum normalen Menü. Man sieht hier vier Reihen mit je drei Symbolen für die einzelnen Programme. Fast schon typisch für Symbian verstecken sich hinter den verschiedensten Icons auch noch zahlreiche Untermenüs.
Die Kamera lässt sich somit natürlich auch ansteuern. Sie selbst ist auf der Rückseite durch einen Schieber geschützt und besitzt 5 Megapixel. Sie verfügt über einen Autofokus und mit einer ähnlichen Qualität ausgestattet wie das Nokia N95. Sie macht gute Bilder, die für Schnappschüsse im Urlaub etc. durchaus ausreichend sind. Für die musikalische Unterhaltung hat Nokia beim N97 den Realplayer vorinstalliert. Der Player ist natürlich auch in der Lage Videos abzuspielen, leider spiegeln diese im Praxistest nur all zu stark. Videos die nicht die volle Breite des Fullscreens ausnutzen, können per Skalierung an den Bildschirm angepasst werden und somit auch im Vollmodus angezeigt werden.
Auch das Display ist in seiner Darstellung nicht von schlechten Eltern. Es handelt sich hierbei um ein 3,5 Zoll großes Display. Es ist also genau so groß wie das Apple iPhone. Im Gegensatz zum iPhone besitzt es jedoch eine deutlich höhere Auflösung, nämlich 640 x 360 Pixel. Das Display selber ist wirklich genial, leider spielgelt der Screen, was mit der Zeit echt nervig ist.
Die Abmessungen des Handys betragen 118 x 55 x 16 mm. Das Ausmaß ist ja auch erklärbar, denn durch die Tastatur ist dieser Umfang leider nicht zu verhindern. Für uns ist es dennoch die richtige Kombination aus Größe und Funktionalität. Es sind weiterhin auf dem N97 sehr viele Programme vorinstalliert, in unseren Augen ein paar zu viel, aber dass ist ja bekanntlich Geschmackssache. Sie können damit fast alle Communities ansteuern (Facebook etc.) und auch aktuelle Daten vom Wetterbericht über einen Travelguide bis hin zum Wirtschaftsnews-Ticker alles leicht auswählen und bedienen. Der Appstore von Apple ist die bekannte Variante, um sich mit neusten Programmen, unnützer und nützlicher Art, zu versorgen. Bei Nokia übernimmt diesen Part der Ovistore. Hier kann man sich ebenso die Programme online herunterladen, welche dann direkt auf dem Gerät installiert werden. Über das integrierte WLAN-Modul kann man auch unterwegs kostenlos einige Hotspots anwählen und darüber ohne Probleme surfen.

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