In der heutigen Präsentation dreht sich alles um das Motorola Heron. Das Handy kommt als Slider auf den Markt und wird als Smartphone gehandelt.
Mit den Abmessungen von 104 x 57,5 x 15,9 mm ist das Handy nicht gerade schlank. Dennoch liegt es gut und kompakt in der Hand und alle Funktionen lassen sich über die Tastatur gut bedienen. Mit einem Gewicht von 125 Gramm lässt sich das Gerät wunderbar überall mit hinnehmen, gerade für die Mobilität ein großes Plus.
Das Betriebssystem ist wieder einmal Linux embedded und die Plattform erneut Android. Damit lassen sich wesentliche Inhalte auffrischen und mit der Zeit auch problemlos erweitern. Anders als bei der Konkurrenz, wächst das Angebot bei Android-Geräten zusehends und damit wächst sicherlich auch die Qualität bei steigender Quantität des Angebotes.
Für die Netzstandards sorgen GSM 1800, 1900, 850 und GSM 900. Für einen ausreichenden UMTS Empfang sorgt der Standard W-CDMA.
Für alle, die gerne Push-To-Talk in Anspruch nehmen, muss gesagt werden, dass diese Option beim Heron von Motorola leider nicht zur Verfügung steht. Aber dennoch ist der Flugzeugmodus aktivier bar, über denn man das Handy über einen längeren Zeitraum in den Ruhezustand versetzen kann und dennoch nicht ganz abstellen muss.
Der Akku ist in diesem Fall ein Li-Ionen Akku, der mit seinen Werten nicht ganz überzeugen konnte und aus diesem Grund auch nur einen Platz im hinteren Mittelfeld ergattern konnte.
Beim Slider von Motorola wird ein LCD-TFT Bildschirm verbaut. Dieser kann eine maximale Auflösung vom 240 x 320 Pixel nachweisen. Auch hier sind die Werte eher graues Mittelmaß, denn Fotos oder gar Videoinhalte werden darüber, wenn überhaupt, nur im Notfall konsumiert werden. Das Display zeigt mit 2,8 Zoll in der Diagonalen eine gute Performance, was dann auch sehr gut in die optische Note passt und das Gesamtkonzept vom Slider-Modell gut abrundet. Auf dem Bildschirm können so bis zu 262.144 verschiedene Farben dargestellt werden.
Trotz der geringen Leistung des Displays hat das Handy auf der Rückseite eine gut funktionierende Kamera installieren können. Sie besitzt eine maximale Auflösung von 2048 x 1536 Pixel. Sie kann somit zwar nicht mit dem zum Teil hochauflösende HD-Kameras der neusten Handys mithalten, aber für die eigenen Urlaubsfotos und ein paar schnelle Schnappschüsse ist die Digitalkamera des Heron von Motorola völlig ausreichend. Unterstützung erhält die Kamera, und somit auch der Nutzer, durch einen LED Blitz (der Objekte bis zu 1,5 Metern Entfernung gut ausleuchtet) und den Kamera-Autofokus.
Leider raten wir ihnen dringend nicht zu viele Daten per Fotos etc. anzuhäufen, denn sonst stößt der interne Speicher schnell an seine Grenzen. Mit lediglich 256 MB ist er nicht der Größte und ist von Werk aus auch schon ein wenig, durch vorinstallierte Programme und Funktionen, vorbelastet und stellt somit nicht mehr die vollen 256 MB zur Verfügung. Besser wäre es, wenn man sich gleich mit einer Speicherkarte das Leben erleichtert und die Kapazitäten erweitert. Mit Hilfe der Formate MicroSD und microSDHC schafft man sich Platz und vermeidet dadurch Engpässe im Speicherbereich.
Dem Qualcomm MSM7225 Prozessor steht ein 128 MB starker Arbeitsspeicher zur Seite, die gekoppelt mit der 3D-Engine, gute Arbeit leisten.
Leider kann bei der Langeweile bei Aufenthalten etc. nicht auf ein Radio zurückgegriffen werden, nur mobiler TV-Empfang per UMTS wäre möglich. Doch der zu kleine Bildschirm lässt einen TV-Genuss auf Dauer einfach nicht zu.
Immerhin können sie ihre Songs über die eigenen Kopfhörer genießen, denn der 3,5 mm Klinkenstecker akzeptiert ohne Sorgen ihr Headset.
Das Heron von Motorola ist sogar bei der Navigation bestens ausgerüstet und hält mit einem GPS-Empfänger (hier A-GPS) und Geotagging alle Möglichkeiten offen, sich in fremden Städten zurechtzufinden.
Das Telefonbuch hält genügend Speicherplätze frei und arbeitet darüber hinaus auch noch dynamisch. Den Kontakten können nach Bedarf auch noch weitere Details hinzugefügt werden. Neben der individuellen Adresse kann ein Bild, die Email und noch mehrere Rufnummern angehängt werden.
Zu den weiteren Funktionen gehören der Kalender, ein Terminplaner, mehrere Anrufgruppen, der Wecker, die Sprachwahl und eine nützliche Freisprecheinrichtung. Die Uhr bzw. Stoppuhr gehört ebenfalls noch mit zur Grundausstattung.
Da mit dem fehlenden Radio schon ein wichtiger Eckpfeiler in Sachen Unterhaltung nicht vorhanden ist, muss nun der MP3-Player herhalten, um auf der Multimedia-Bühne für das Heron von Motorola noch einiges rausholen zu können. Der Player ist in der Lage, eigenständig individuelle Playlists zu erstellen und er schafft alle gängigen Formate abzuspielen. Zusätzlich kann er noch die passenden Coverarts anzeigen und sie gleichzeitig synchronisieren.
Bedient wird das Heron übrigens über die vollwertige QWERTZ-Tastatur und den berührungsempfindlichen Touchscreen.
Den letzten Punkt unseres Tests untersuchen die Verbindungsmöglichkeiten mit dem mobilen Internet. Hier in diesem Punkt leistet das Smartphone ganze Arbeit. Mit GPRS, EDGE und HSDPA mit 3,6 MBit/s kommen sie schnell ins Netz. Mit HSUPA gelingt ihnen auch ein schneller Upload von Videos ins Internet, nur zu HSCSD konnte der Hersteller keine Angaben machen.
Für mehr Spaß mit den verschiedensten Hotspots sorgt der integrierte WLAN-Empfänger, der das Surfen zu einem Genuss werden lässt.
Für die Verbindung mit externen Geräten steht ihnen außerdem noch Bluetooth 2.0 EDR zur Verfügung, hier mit einer sensationellen Reichweite von bis zu 100 Metern.
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