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Das LG Viewty Smart – ein wahres Kamera-Wunder


An dieser Stelle betrachten wir den Nachfolger des LG Viewty, das LG Viewty Smart. Auch bei diesem Handy ist die Fokussierung des Herstellers eindeutig erkennbar. Es ist mal wieder die Kamera.

Die Kamera befindet sich auf der Rückseite des Gerätes und verfügt über satte 8 Megapixel. Sie bietet einen hervorragenden Autofokus und entsprechende Motivprogramme: Vom Sportprogramm, über eine Lächelerkennung und über einen speziellen Modus der auch Gesichter erkennt. Hier schafft das LG Viewty Smart sogar gleich mehrere Personen und schaltet diese auch automatisch, nach der Erkennung, scharf.
Der erwähnte Lächelmodus sorgt dafür, dass die Bilder immer nur dann ausgelöst werden, wenn die Kamera ein Lächeln im Gesicht der zu fotografierenden Person erkennt.
Die Kamera ist wirklich empfehlenswert und zeigt auch in Sachen Beleuchtung durch eine starke LED-Lampe, wie eine Ausleuchtung von Objekten gelingen kann. Leider sind die 8 Megapixel sicherlich nicht mit denen einer echten Digicam vergleichbar, denn von der Qualität her sind die im Laden gekauften Kameras noch um einiges besser, denn beim Viewty Smart ist das Objektiv einfach viel zu klein.
Das Objektiv selber kommt beim LG Handy wieder von Schneider-Kreuznach, einem relativ bekannten Hersteller mit wirklich guten Objektiven. Das Objektiv am Handy brauch relativ viel Licht. Das bedeutet, dass bei Aufnahmen im Inneren eines Raumes die Bilder etwas körniger erscheinen, bei Aufnahmen im Außenbereich hingegen sind die geschossenen Bilder einfach großartig.

Beim Menü kommt wieder die S-Class zum Einsatz, worüber sich auch die Kamera einschalten lässt. Bei der S-Class werden im Menü selbst 4 x 4 Icons angezeigt, schön sortiert und nicht zu bunt. Dreht man das Viewty Smart allerdings in den Quermodus, so zeigen sich auf einmal alle 32 Icons (8 x 4), wobei dadurch die Übersichtlichkeit hier ein wenig verloren geht. Im normalen Modus zeigen sich die restlichen Icons durch ein wischen nach links oder rechts in der entsprechenden Zeile.
Das LG hat gleich vier Homescreens, dort kann man nach Lust und Laune seine Lieblingsprogramme hinterlegen. Unter den vielen Funktionen und Programmen ist auch diesmal ein nützliches FM-Radio dabei. Ebenfalls ist Wi-Fi mit an Bord, womit man sich in jedes örtliche WLAN einloggen kann. Auf einen der Homescreens sieht man verschiedene Widgets, unter anderem ein Kalender, eine Notizfunktion und die Übersicht über die Emails und SMS Ein-und Ausgänge. Aber ansonsten bringen einen die Widgets nicht direkt weiter, da man beispielsweise zwar im Kalender einen Termin sehen kann (der Tag ist dann mit einer anderen Farbe hinterlegt), jedoch muss man aber für die genaue Terminansicht in den Kalendermodus direkt wechseln. Das kostet Zeit und ist zudem noch umständlich. Dort kann man bis zu 100 Termine hinterlegen und auch das Telefonbuch kann mit bis zu 1000 Einträgen gefüttert werden.
Die Bedienung bei SMS und Email ist LG typisch. Man sieht die verbrauchten Zeichen erst dann, wenn man fast schon die höchstzulässige Anzahl erreicht hat, somit muss man immer damit rechnen, dass zu viele Wörter geschrieben werden und eventuell mehr gezahlt werden muss.

Auch der Musikplayer ist weiterhin völlig unübersichtlich, wie beim Vorgänger LG Viewty. Immerhin wird ein Coverart hinterlegt. Über die Laut/Leise Wippe an der Außenseite kann man ziemlich einfach die Lautstärke verstellen. Das Gerät an sich ist schon sehr laut, hier gibt es nicht zu meckern. Auch die Sprachqualität ist sehr klar und wirklich bemerkenswert. Dafür das beim MP3-Player die Übersichtlichkeit nicht wirklich gegeben ist, sind die Einstellungsmöglichkeiten hervorragend. Der Equalizer bietet unzählige Presets an und wenn diese noch nicht ausreichen, dann kann man den Sound auch noch individuell anpassen.
Man kann auch ein eigenes Headset anschließen, obwohl ein 3,5 mm Klinkenstecker fehlt. Dafür ist an der rechten Außenseite die LG typische Buchse vorhanden und LG liefert auch gleich den entsprechenden Adapter mit.

Unter dem Display befindet sich noch eine Homescreen-Taste. Diese kann mit dem Lieblings-Homescreen belegt werden. Dort können die Widgets beliebig angeordnet werden. Die Abmessungen des Gerätes betragen 110 x 46 x 12,4 mm und ist 80 Gramm schwer, diese Werte ist mit einer verbauten 8 Megapixelkamera wirklich nicht schlecht, da man einige Millimeter noch für das Objektiv mit einplanen muss.

Das integrierte GPS eignet sich in erster Linie nur fürs Geotagging, Google Maps ist zwar vorhanden, aber dies als Navigationsprogramm zu bezeichnen ist dann doch etwas übertrieben. Hinzu kommt, dass sich das LG Viewty nur über Java-Programme erweitern lässt.

Das Viewty Smart ist natürlich auch Internet-fähig. Es unterstützt UMTS und HSDPA, theoretisch mit 7,2 MBit/s. Davon merkt man beim Surfen mit dem Gerät leider nicht viel.
Der Akku ist ein Tick besser als beim Vorgängermodell. Im Standby-Modus dürften somit locker 4 Tage Laufzeit möglich sein, bei häufigerer Nutzung immerhin noch 1-2 Tage.

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