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Das LG KF900 New Prada (Prada 2)


Für die heutige Handypräsentation haben wir uns für das LG KF900 New Prada (auch Prada 2 genannt) entschieden.

Das Gerät ist dem im Jahr 2007 vorgestellten Vorgänger optisch sehr ähnlich und wird auf der Vorderseite von dem 3,1 Zoll großen Display dominiert.
Auf der unteren Seite des Displays sieht man eine Leiste mit drei Tasten, die zur Gesprächssteuerung und eine Rückschritttaste, die auch das Löschen von Eingaben ermöglicht. Die linke Seite wird von der Lautsprecherwippe geziert und an der rechten Außenseite sieht man einen Eingang für die MicroSD-Karte (bis zu 16 GB Karten sind hier möglich) und darunter ist noch eine Taste für das Sperren des Displays verantwortlich. Auf der linken Seite sind noch zwei weitere Schnelltasten zu sehen, einmal eine zum Aufrufen der aktuell laufenden Programme und eine Taste für die Kamera.
Stichwort Kamera: Das LG New Prada verfügt über eine gute 5 Megapixelkamera mit einem Objektiv der Firma Schneider-Kreuznach und einer Beleuchtungsmöglichkeit in Form einer LED.
Auf der Rückseite kann man erkennen, dass es sich hier wieder um hochglänzende Plastik handelt. Man hat ständig das Bedürfnis, die unvermeidbaren Fettfingerabdrücke wegwischen zu wollen. Hier führt unsachgemäße Behandlung zwangsläufig zu Kratzern am Gehäuse, denn auch die Vorderseite ist ähnlich empfindlich. Aus diesem Grund gibt es vom Hersteller LG ab Werk auch eine Schutzfolie für das Display, welche man drauf lassen sollte.

Eine weitere Besonderheit des Gerätes ist, dass es zum ersten Mal über eine ausziehbare Tastatur verfügt die vom Aufbau und Komfort her ähnlich ist, wie die des Sony Ericsson Xperia X1, mit dem Nachteil, dass sich die Tastatur bei hellem Tageslicht eigentlich nur sehr schlecht ablesen lässt, denn die Tasten sind zwar etwas dunkler beschriftet. Es handelt sich hier aber um silberne Tasten auf silbernen Hintergrund, die auch noch weiß beleuchtet werden. Also wirklich nicht optimal.

Eine weitere Besonderheit ist die, dass sich das New Prada auch im Querformat nutzen lässt. Als erstes sieht man das Shortcut-Menü, durch das ich, ähnlich wie beim iPhone, mit wenigen Fingergesten durch die einzelnen Punkten switchen kann.
Es gibt daneben aber auch die normale Menüfunktion, dieses ist in mehreren Reitern von LG unterteilt worden. Die erste Übersicht zeigt alle wichtigen Funktionen und Programme, wie Kontakte, Nachrichten und Anrufe. Auf der zweiten Übersicht sind man die Ausführungen für die Unterhaltungsmöglichkeiten, denn das Prada hat natürlich einen integrierten MP3-Player, welcher auch über einen ordentlichen Equalizer verfügt. Eine Video-Funktion ist ebenfalls mit untergebracht worden, diese werden in einer Qualität von 720 x 480 Pixeln auf dem Display dargestellt und können in dieser herausragenden Qualität auch locker am PC oder Fernseher angeschaut werden. Für noch mehr Unterhaltung für zwischendurch sorgt das integrierte FM-Radio mit RDS, was natürlich nur dann funktioniert, wenn man das passende Headset an der oberen Seite des Handys anbringt. Das mitgelieferte Prada Headset ist relativ neutral, ein eingebauter Adapter ermöglicht auch die Nutzung eigener Kopfhörer. Ein weiterer Menüpunkt ist den Organizer-Funktionen vorbehalten. Dort sind Weltzeituhr, Browser und der ganz normale Kalender untergebracht. Der Kalender zeigt in einem kleinen Extra-Fenster alle anstehenden Termine, was sehr übersichtlich von LG hier umgesetzt wurde. Die Funktionen reichen somit vollkommen aus, denn das New Prada ist vom Hersteller sicher nicht für den Business-User konzipiert worden. Es können sogar eigene Profile angelegt werden, die man zeitlich allerdings nicht steuern kann und somit immer manuell wechseln muss.

Das integrierte WLAN ist recht flott und lässt unterwegs das schnelle Surfen über sämtliche Hotspots zu. Allerdings ist das Browser des Pradas nicht sonderlich schnell, der Browser braucht für normale Webseite mit wenig Inhalt schon recht lange. Gut fanden wir, dass man den Browser auch im Querformat nutzen kann und dadurch die Bedienung wesentlich schneller von der Hand ging. Trotz der schnellen Anbindung über T-Mobile und HSDPA dauert der Aufbau der Seiten allerdings viel zu lang, um in einen wirklichen Surfgenuss zu gelangen. Die Bedienung der Tastatur ist zwar durch die schlechte Lesbarkeit etwas eingeschränkt, aber dennoch lassen sich nach einer kurzen Eingewöhnungszeit die Nachrichten und Emails schnell schreiben.
Leider lassen sich vorhandene imap-Nachrichten aus dem Netz nicht vollständig mit dem New Prada synchronisieren.

Kommen wir zum Schluss noch einmal zu den Multimediafunktionen. Der eingebaute Videoplayer kann DivX-Videos abspielen, wobei das Gerät trotzdem immer noch wählerisch ist, das bedeutet Xvid-Formate und ähnliches sind immer noch ein großes Problem und derzeit leider nicht abspielbar. Immerhin sind MP4-Formate für den Player kein Hindernis. Die Kamera mit den 5 Megapixeln reicht völlig aus, um damit seine Urlaubsbilder zu schießen und die Videofunktion ist auch recht flüssig. Das Gerät ist mit 140 Gramm relativ schwer und zudem ist es noch relativ dick und auf Dauer etwas zu unhandlich in der mobilen Nutzung.

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