Beim BL 20 von LG handelt es sich um den kleinen Bruder oder die kleine Schwester des BL40. Klein ist auch der richtige Ausdruck, denn das Gerät ist selber nur 107 mm lang, 51 mm breit und nur etwa 12 mm dick. Das BL20 besteht, genauso wie das BL40, aus schwarz glänzendem Kunststoff in Klavierlackoptik. Dabei wiegt es mit Akku etwa 119 Gramm, dass sieht man dem Gerät gar nicht erst an.
Technisch betrachtet ist es gutes Mittelmaß, dies ist bei einem Startpreis von um die 200 Euro sicher auch kein Wunder. Immerhin bietet LG auf der Rückseite ein 5 Megapixelkamera mit einem Objektiv der Firma Schneider-Kreuznach. Hinzu kommt noch eine recht helle LED, mit der man Objekte auch noch in einer Entfernung von zwei Metern durchaus gut ausleuchten kann.
Das Display auf der Vorderseite ist relativ klein, wenn man sich im Vergleich die neuen Touchscreen-Handys anschaut. Es hat eine Diagonale von 2,4 Zoll und löst nur mit 240 x 320 Pixel auf.
Genau wie beim Vorgänger kommt auch hier wieder die Sensor-Tastatur zum Einsatz. Sie sitzt genau unter dem Display und ist mit roter Hintergrundbeleuchtung versehen worden. Da es sich hier um einen Slider handelt, sind die wichtigsten Tasten für SMS und Co. auch erst nach dem Aufschieben sichtbar. Sie leuchten weiß und sind mit einem akzeptablen Abstand versehen worden.
Insgesamt ist das BL20 newchocolate ein sehr stylisches Gerät, aufgrund des Designs und den vielen Applikationen. Als Schnelltaste befindet sich auf der Oberseite noch die Displaysperre.
Von der Optik her ist das Handy aber doch eher für das weibliche Publikum erdacht worden. Es liegt sehr gut in der Hand und auch der Transport ist relativ einfach, leider ist die Klavierlackoptik gerade auf der Rückseite des Gerätes sehr anfällig für eventuelle Kratzer.
Auf der linken Seiten ist noch der LG typische Anschluss für das Datenkabel zu sehen, hier kommt dann das mitgelieferte Headset hinein, leider kein 3,5 mm Eingang, so dass man immer auf das Fabrikat von LG oder einen passenden Adapter angewiesen ist. Auf der rechten Seite wurde noch die Laut/Leise Taste versteckt, sie ist wirklich nicht gut zu ertasten, da sie in das Gehäuse eingearbeitet wurde, was nicht gut rüber kommt. Darunter befindet sich noch der Auslöser für die Kamera, dieser braucht bei der Betätigung mit 2-3 Sekunden für ein Foto deutlich zu lange. Die Bilder selber sind für 5 Megapixel eher von mäßiger Qualität, bei guter Ausleuchtung werden die Bilder aber nicht so schlecht wie anfangs vermutet.
Der Akku ist überdurchschnittlich gut. Bei ganz normaler Benutzung reicht eine Aufladung aller 2-3 Tage, im Standby hält der Akku sogar locker über eine Woche durch.
Das Display zeigt das Menü nicht ganz so farbleuchtend, wie beim BL40, doch dass ist jedoch Geschmackssache. Im Menü selbst fallen in erster Linie sehr viele Demoversionen von zahlreichen Spielen auf. Dabei handelt es sich um Java-Spiele, die hier in keiner Vollversion vertreten sind. Man muss die Spiele kaufen, aber die virtuelle Tastatur unterhalb des Displays lädt auch nicht wirklich zum Zocken ein.
Das Widgets „Google“ ist unter der Menüführung zu finden. Hier ist Google Maps und die Google Suche möglich. Google Maps wird hier also angeboten, obwohl das LG BL20 nicht über einen integrierten GPS-Empfänger verfügt. Dennoch wird versucht über die Google-Anbindung die aktuelle Position zu finden. Dies klappt auch auf hunderte Meter genau, doch für die Navigation in fremden Städten sollte man sich lieber auch hochwertigere Produkte verlassen.
Mit der integrierten Kamera lassen sich auch kleinere Videos aufnehmen, mit einer Auflosung von 320 x 240 Pixel. Die Hauptkamera funktioniert dank eines Lage-Sensors natürlich auch im Querformat. Sie haben hier unzählige Einstellungsmöglichkeiten, also für Tüftler und Fotoliebhaber genau das Richtige. Unter der Nachrichten-Funktion werden alle SMS und Emails verwaltet. Emails dürfen hier allerdings nur einen Anhang von maximal 2 MB haben. Über das integrierte HSDPA wäre durchaus eine größere Größenordnung machbar gewesen, aber mit der T9-Tastatur lassen sich Emails eigentlich auch nicht wirklich flüssig schreiben.
Unter den Unterhaltungsmedien ist ein FM-Radio mit RDS dabei, der Musik-Player ist etwas klein von der Struktur, bringt aber mit der Ordnung nach Genres und Alben eigentlich alle nützlichen Funktionen mit sich. Der Klang ist ausreichend, die maximale Lautstärke ist relativ laut. Der Player ist relativ schnörkellos. Der Dateimanager lädt ein sich die wichtigsten Bilder einmal anzuschauen, leider dauert das Laden der Bilder sehr lang und es ist auch hier nicht der Querformat möglich.
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