Heute stellen wir ihnen in unserem Testbericht einmal das Touch Pro2 von HTC etwas näher vor. Nach dem Touch Diamond2 kommt hier das nächste Gerät von HTC, basierend auf Windows Mobile Professionell 6.1.
Im Gegensatz zum Diamond2 hat das Touch Pro2 eine ausziehbare Tastatur und zwar eine vollwertige QWERTZ-Tastatur, welche an der Seite (links) aus dem Handy geflippt bzw. geslidet wird. Dennoch hat sich HTC hier auch nicht nehmen lassen auch noch eine sehr genaue Touchscreen Tastatur mit zu integrieren. Die Tasten der realen Tastatur sind aus Kunststoff gefertigt und lassen sich sehr gut bedienen. Sie liegen weit genug auseinander. Über eine FN-Taste hat man alle wichtigen Zugänge zu sämtlichen Sonderzeichen, die über die Zweitbelegung hier abgelegt und hinterlegt worden sind.
Der Screen erstreckt sich auf 3,6 Zoll und ist damit deutlich größer, als der 3,2 Zoll Bildschirm des HTC Diamomd. Die Oberfläche reagiert hier resistiv, dass heißt man braucht den unten rechts am Gehäuse hinterlegt Stylus (Stift). Auf Grund der Bedienung über TouchFlow 3D braucht man den Stift aber nicht all zu häufig einsetzen.
Dem Handy selber stehen, wie dem Diamond2, 512 MB ROM und 256 MB RAM für die entsprechenden Programme zur Seite.
Auch hier kommt HSDPA zum Einsatz, oder EDGE und GPRS. Aber kann man über den integrierten WLAN-Empfänger im heimischen Netzwerk surfen bzw. in den zahlreichen Hotspots. Weiterhin verfügt das Touch Pro2 über ein integriertes GPS, leider wurde, abgesehen von Google Maps, vom Hersteller keine Navigationssoftware installiert. Dies reicht für eine Orientierung in Großstädten, auf dem Land ist diese Variante für eine genaue und zielorientierte Nutzung allerdings nur bedingt nutzbar.
Kommen wir aber nun zur eigentlichen Hardware.
Das Touch Pro2 ist überwiegend aus Kunststoff gefertigt und von einem schönen Metallrahmen umgeben. Das Gehäuse ist hochwertig verarbeitet und macht einen soliden Eindruck.
Außerdem befindet sich auf der Rückseite noch eine 3,2 Megapixel Kamera. Sie besitzt Autofokus, kann aber keine Beleuchtungsmöglichkeit nachweisen, sprich Bilder im Dunkeln kann man getrost sein lassen. Das will man ja aber häufig auch nicht, denn zu mehr als ein paar Schnappschüssen lassen sich die Nutzer von mobilen Geräten nicht hinreißen.
An der linken Seite befindet sich noch eine Laut/Leise Taste und an der unteren Seite der HTC typische USB-Zugang. Hier kann man sein Ladekabel anschließen und wenn ich mir einen passenden Adapter kaufe, dann auch das eigene Headset.
Kommen wir nun zur Auswertung einiger Menüpunkte.
Ganz vorne in der Prioritätenliste eines zukünftigen Mobiltelefonbesitzers liegt oft die Qualität des Musikplayers. Natürlich will HTC dem Kunden beim Touch Pro2 einiges bieten. Der Player ist so ausgestattet worden, dass sie hier sogar MP4-Videos gucken können, also weit mehr unternehmen können, als nur Musik abspielen zu lassen.
Komischerweise wird bei vielen Geräten ab Werk über die Firmware das Radio deaktiviert, warum auch immer. Die entsprechende Applikation lässt sich aber wiederum sehr einfach nachladen.
Die Oberfäche TouchFlow 3D ist wie immer vom Hersteller in verschiedensten Reitern aufgeteilt worden. Hier sieht man auch keinerlei Unterschiede zum Touch Diamond 2. Auf der Startseite sieht man die aktuellen Termine und die Favoriten mit den Lieblingskontakten. Diese können auch gerne mit den dazugehörigen Bildern hinterlegt werden. Die SMS und Email Übersicht ist dann in einem weiteren Reiter untergebracht worden, die Emails werden in einem optisch sehr anschaulichen geöffneten Brief aufbereitet und dargestellt. Die Kalenderfunktion öffnet sich in einer Monatsübersicht. Leider bekommt man hier kein Popup-Fenster zu sehen, das heißt man sieht nicht den aktuellen Termin, sondern nur durch ein kleines Dreieck jeweils den Termin als gekennzeichnet markiert. Der Internet-Reiter mit Opera Mobile 9.5 mit dem passenden Youtube-Clienten, dass bedeutet auch das Youtube nur in der abgespeckten Version verfügbar ist und keine Flashinhalte wieder gibt. Man kann sich mehrere Webseiten hinterlegen lassen, so dass man auf die wichtigsten Seiten immer schnell den Zugriff findet.
Trotz der 3,2 Megapixel sind die geschossenen Bilder relativ dunkel, verschiedenste Einstellungsmöglichkeiten versuchen diese Probleme zu beheben. Auf der Vorderseite ist überhalb des Displays auch eine VGA-Kamera eingesetz, um für die Videotelefonie zur Verfügung zu stehen. Der MP3-Player wird ausschließlich über den Player gesteuert, der schnelle Zugriff über Aktionstasten ist hier nicht möglich. Außerdem ist ein Reiter noch mit dem Wetter versehen worden.
Wer über eine Datenflat verfügt kann dies hier wunderbar zum Einsatz bringen, andernfalls ist diese Spielerei beim unabsichtlichen Touchieren des Reiters sehr kostenintensiv auf Dauer.
Der Akku ist bei normaler Nutzung in 2 Tagen am Ende. Bei intensiverer Nutzung ist der Akku auch mal mit einem Tag Leistung schon an seinen Grenzen.
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