Das HTC Snap

16. November 2009

in HTC

In der heutigen Ausgabe präsentieren wir ihnen das Snap von Hersteller HTC. Mit dem Snap präsentieren die Taiwanesen im Brombeer-Design, denn es kann sich locker mit dem Blackberry Curve 8520 messen lassen.

Der Snap kommt sehr flach daher, er ist nur 12 mm dick, dafür aber knapp 117 mm lang und etwa 62 mm breit. Es ist damit aber kaum größer, als vergleichbare Modelle auch. Dennoch müssen gewisse Mindestmaße eingehalten werden, wenn man wie beim HTC Snap eine vollwertige QWERTZ-Tastatur mit unterbringen möchte.

Die Tasten selbst stehen sehr eng bei einander und machen eher einen knubbeligen Eindruck. Sie lassen sich aber ähnlich gut bedienen, wie beim Nokia E63.

Betrieben wird es von Windows Mobile 6.1 und dies in der Standard Edition. Das bedeutet, dass sie hier keinen Touchscreen vorfinden.
Der Bildschirm selber ist auch nur 2,4 Zoll in der Diagonalen groß. Im 16:9 Format ist er dann breiter als hoch. Trotzdem kann man damit alle Informationen noch sehr gut ablesen, denn er stellt immerhin noch 65.000 Farben dar.

Von der multimedialen Seite her hat das HTC natürlich einen Video-Player verbaut, der auch MP4-Files ohne Probleme abspielen kann.

Die Kamera ist HTC-typisch eher mäßig zu betrachten. Hier erhalten sie 2.0 Megapixel, für Schnappschüsse und Wegbeschreibungen in Form von Skizzen durchaus noch ausreichend, aber für Urlaubsbilder eher nicht geeignet.

An der linken Außenseite befindet sich die Laut/Leise Wippe für die Lautstärkenregelung und an der rechten Seiten sehen sie den USB-Anschluss, der sich hinter einen kleinen Schutzkappe verbirgt. Darüber müssen sie dann auch ihre Kopfhörer anschließen, also können sie ohne einen Adapter keine 3,5 mm Headsets dort anschließen.

Insgesamt macht das Gerät einen gut verarbeiteten Eindruck, wenn man bedenkt, dass der Ausgangspreis doch mit unter 300 Euro recht günstig war.

Kommen wir aber nun zu den Besonderheiten des Snap. Zum einen hat HTC hier zum ersten Mal die Innercircle-Funktion eingeführt, sie lässt sich über eine grüne Taste am unteren rechten Rand der Tastatur auslösen.
Hier können sie dann ihre Lieblingskontakte hinterlegen, sprich es ist eine spezielle Filterfunktion um auch wichtige Emails von dem Rest zu trennen.

Die Tastatur ist teilweise dreifach belegt Unter dem Display befinden sich noch mehrere Schnelltasten. Darunter natürlich die beiden (grün und rot) zum Telefonieren und zwei weitere Softkeys, sowie eine Rückschritt- und eine Home-Taste für den Anfangsbildschirm.
Der Trackball in der Mitte lässt sich einfach bedienen, jedoch bei einer schnell angelegten Navigation im Menü wirkt das ganze etwas schwerfällig.

Kommen wir nun zum Windows Mobile Menü. Es handelt sich hier um die 6.1 Edition. Über den Trackball kann hier flott gescrollt werden und auch der Browser öffnet sich aus dem Menü heraus dank HSDPA sehr schnell. Schön ist hier eine Art Lupenfunktion, so dass ich mir auf einer ausgesuchten Seite nur einen gewissen Ausschnitt anschauen kann, denn ich vorher mit Hilfe dieser Lupe bestimmt und ausgewählt habe.
Das macht auf Dauer allerdings nur bedingt Spaß, für schnelles Surfen gut, aber für längeres Lesen von großen Artikeln oder gar eigenes Bloggen eher ungeeignet.

Auch die Kalenderfunktion bietet dem Nutzer wenig Überraschungen. Wichtige Termine werden grau hinterlagt und blinken auf, wenn man über sie mit dem Trackball fährt.

In dem Menüpunkt „Einstellungen“ finden sie die HTC-üblichen Vorkehrungen. Das Profil läst sich verändern, jedoch können sie diese Zeitpunkte nicht an einer bestimmten Zeit festlegen.

Der Musikplayer ist eine eigene Entwicklung des Herstellers. Hier lassen sich die ausgewählten Titel näher betrachten, sie bekommen dazu Hintergrundinformationen, allerdings ohne Bild dazu. Windows Mobile bedeutet natürlich auch ActiveSync. Hiermit können sie sich problemlos mit Microsoft Outlook synchronisieren. Das gesamte Handy bleibt auf Business-User ausgerichtet. Dafür gibt es im Menü selbst sogar einen eigenen Punkt unter „Office Mobile“. Hier hat man dann Zugriff auf abgespeckte Versionen von Excel, Word, PowerPoint und PDF. Auf dem kleinen Display bringt das alles aber insgesamt sehr wenig, lediglich die Öffnung eines kleinen Dokuments lohnt sich hier, mehr aber auch nicht.

Über einen nützlichen Kommunikationsmanager lassen sich schnell WLAN, der Flugmodus und Bluetooth ein- und ausschalten. Der Prozessor ist für das Gerät gerade noch schnell genug, auch die MP4-Videos werden noch relativ flüssig wiedergegeben.

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