In der heutigen Präsentation dreht sich alles um das HTC Magic. Das Handy wird in Deutschland und England exklusiv durch Vodafone vertrieben. Ähnlich wie bei dem Apple iPhone gibt es das HTC Magic in den Farben Schwarz und Weiß.
Technisch gesehen unterscheidet es sich zu seinem Vorgänger, dem T-Mobile G1, kaum, außer das dem Magic die vollwertige QWERTZ-Tastatur völlig abhanden gekommen ist. Dieser Umstand macht es möglich, dass es somit nur noch zu einer Dicke von 17 mm.
Auf Grund der neue Betriebssystemversion 1.5 kann man auf Android mittlerweile auch über eine virtuelle Tastatur Eingaben erledigen.
Die Kontakte werden alphabetisch geordnet und auf Wunsch auch mit kleinen Bildchen versehen. Dabei ist es vielleicht noch erwähnenswert, dass man die Kontakte auch mit seinen Google-Daten synchronisieren kann.
Doch zurück zur Tastatur. Im Hochformat sind die Tasten recht klein und liegen eng aneinander. Zumindest die T9-Texterkennung funktioniert hier wunderbar, ist aber mittlerweile auch fast überall zum Standard avanciert. Im Querformat vergrößern sich dementsprechend auch die Tasten, dass lange Schreiben von Emails beispielsweise wird deutlich angenehmer.
Die Kommunikationsfreaks unter ihnen werden mit dem HTC Magic sicher nicht glücklich werden, denn mit einer normalen Hardware-Tastatur schreibt es sich natürlich deutlich besser.
Besitzer eines Apple iPhones werden sich hier kaum umgewöhnen müssen, aber es erfordert natürlich ein wenig Übung, denn der Bildschirm ist lediglich 3,2 Zoll in der Diagonalen groß und das schreiben daher etwas schwerer. Nichts desto trotz lässt sich über den Touchscreen alles wunderbar ansteuern, wir im Test haben die fehlende Hardware-Tastatur nicht wirklich vermisst.
Nachteil der ganzen Geschichte bei dem HTC Magic ist allerdings, dass einige Programme im Android-Market mit der neuen Betriebssystemversion und der neuen virtuellen Tastatur leider nicht klar kommen. Somit gehen einige gute und sinnvolle Anwendungen leider nicht.
Da sich fast alles über den Touchscreen regeln lässt, vernachlässigt HTC auch die Aktionstasten.
An der linken Seite befindet sich lediglich eine Laut/Leise Wippe. Auf der Vorderseite sind vier Tasten unterhalb des Bildschirms für die Steuerung des Gerätes verantwortlich, daneben liegt dann noch eine Home-Taste, die den Nutzer wieder auf den Anfangsbildschirm zurückbringt.
Das Magic wird auch über einen Trackball gesteuert, dieser Trackball ist, im Gegensatz zum G1, allerdings deutlich großzügiger ausgefallen. Er lässt damit eine einfachere Bedienung zu.
Das Menü des HTC Magic kann man per Finger von unten nach oben auf den Bildschirm ziehen, da hat sich beim Android-Betriebssystem nicht viel geändert. Hat man ein paar Programme darauf installiert wird die gesamte Geschichte schnell unübersichtlich. An den vorinstallierten Programmen ist nur ein kleines Grundgerüst vorhanden. Das wären in erster Linie der Browser, eine Camcorder-Funktion und ein Programm, welches die Kamera unterstützt. Als Videos lassen sich QVGA-Daten aufzeichnen, das heißt für den heimischen Gebrauch alle Mal akzeptabel. Der Kalender ist auch dem des G1 von Google sehr ähnlich. Er beherrscht Tagesansichten, Monats- und Wochenansichten. Der Kalender funktioniert auch im Quermodus, was von der Übersichtlichkeit aber nicht gerade eindrucksvoller wirkt.
Der Lagesensor, der dafür verantwortlich ist, dass sich das Handy auch im Quermodus richtig ausrichten kann, funktioniert sehr schnell und eindrucksvoll.
Durch den integrierten GPS-Empfänger kann man auch relativ schnell seine eigene Position orten lassen und dann im Programm selbst eine Art Fußgängernavigation starten. Ein richtiges Navigationsprogramm gibt es leider noch nicht, aber was noch nicht ist, kann ja noch kommen.
Der Musikplayer geht über die normalen Standards nicht hinaus. Er lässt die Songs auf Wunsch nach Interpreten, Genres, Alben und nach Playlist ordnen. Die einzelnen Songs werden in Coverart dargestellt und man kann ordentlich vor und zurück spulen. Der Player ist vom Klang leider fast gar nicht zu beeinflussen, da er über keinen eigenen Equalizer verfügt.
Auch eigene Headsets lassen sich nur über einen passenden Adapter anschließen, da der 3,5 mm große Klinkensteckereingang leider nicht am Gehäuse zu finden ist.
Auf dem HTC Magic sind gleich mehrere Startbildschirme zu finden. Diese lassen sich frei belegen, nur mit Hilfe eines leichten und längeren Fingerdrucks auf den Touchscreen können sie ihre Lieblingsfunktionen und Programme auf diese Startbildschirme schieben.
Zusammenfassend kann man noch einmal festhalten, dass sich das HTC Magic im Gegensatz zum G1 technisch kaum verändert hat. Die Benutzeroberfläche ist gleich geblieben, einzig die virtuelle Tastatur ist hinzugekommen. Schön ist auch, dass der MP3-Player über ein Bluetooth-Stereo-Headset gehört werden kann, da der Adapter für den Klinkenstecker recht sperrig ist und auch keinen soliden Eindruck macht und nur für zusätzlichen Kabelsalat sorgt.