Handyentsorgung

Hat das alte Handy ausgedient, geht man einfach in den nächsten Mobilfunk Shop oder schaut sich im Internet nach einem neuen Modell und ggf. gleich nach einem neuen Tarif um. Doch was macht mit dem alten Mobiltelefon? Verschiedene Möglichkeiten sind im Folgenden zusammengetragen.

Zunächst einmal gilt zu unterscheiden, ob das alte Handy bzw. Smartphone noch in Schuss ist und funktioniert oder ob es tatsächlich seinen Geist aufgegeben hat und einem nichts anderes übrig bleibt, als es wegzuwerfen. Letzerem Punkt wird zuerst aufgegriffen.

Handys sind Elektroschrott

Weist das Handy einen irreparablen Defekt auf und ist gar vollkommen kaputt, sollte man sich Gedanken über die geeignete Entsorgungsmethode machen. Doch wie entsorgt man ein Handy ordnungsgemäß? Eines ist in jedem Fall klar,

Handyentsorgung von defekten Mobiltelefone

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einfach in den Mülleimer gehört es nicht.

Das ElektroG (Elektro- und Elektronikgerätegesetz) schreibt vor, dass so genannte Altgeräte privater Haushalte gesondert vom übrigen Abfall entsorgt werden müssen. Dies begründet sich durch die potentielle Umweltbelastung durch giftige Stoffe. Für diesen Fall gibt es z. B. öffentlich-rechtliche Sammelstellen der städtischen Entsorgungsbetriebe, die alte Elektrogeräte (aus Privathaushalten) unentgeltlich entgegen nehmen.

Eine fachgerechte Entsorgung ist aus dem Grund so wichtig, da Handys aus einer Vielzahl verschiedener Materialen bestehen, die nur schwer bis gar nicht natürlich abbaubar sind. Unsachgemäße Entsorgung kann zur Beeinträchtigung der Böden, des Grundwassers und der Atmosphäre führen. Um diese Gefahr von Mensch und Umwelt abzuwenden, ist eine ordnungsgemäße Entsorgung unerlässlich.

Hinweis: Auch die verschiedenen Mobilfunk-Anbieter nehmen Altgeräte entgegen.

Nicht immer gleich wegschmeißen

altes Handy

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Nur weil das alte Handy etwas aus der Mode gekommen ist und es mal Zeit wurde ein neues zu kaufen, muss das nicht gleich heißen, dass der ehemals treue Gefährte einfach weggeworfen werden muss. Hier gibt es zum einen die Möglichkeit das Handy bzw. Smartphone für den eigenen Bedarf und gewissermaßen als Ersatzhandy zu verwenden oder man informiert sich über so genannte Recycling Angebote. Dahinter verbergen sich entweder Handy-Aufkäufer, die das alte Handy weiter verkaufen oder Unternehmen, die die Geräte tatsächlich recyceln.

Auch gibt es verschiedene Mobilfunk-Anbieter, die das alte Handy gegen Zahlung einer Summe x beim Abschluss eines Neuvertrags entgegen nehmen. Diese Angebote sind allerdings zumeist an eine bestimmte Aktion gebunden. Hier lohnt es sich jedoch stets die Augen offen zu halten.

In jedem Fall sollten zunächst die Optionen in Betracht gezogen werden, die zu einer Weiterverwendung des Handys führen. Sei es, dass man sein Altgerät an Freunde oder Bekannte weitergibt oder es über einen Händler bzw. verschiedene Online Portale weiterverkauft. Kommen diese Möglichkeiten aus irgendwelchen Gründen nicht in Frage, gilt als zweitbeste Lösung das hochwertige Recycling.

Mit einem alten Handy zum Rohstofflieferanten werden

Die Verwertung von Altgeräten sorgt dafür, dass wertvolle Rohstoffe geschont werden. Denn in alten Handys stecken nicht nur gefährliche Schadstoffe, weshalb es möglichst vermieden werden soll, dass diese auf Deponien oder in Müllöfen landen, auch halten sie wertvolle Rohstoffe bereit, die für neue Produkte wiederverwertet werden können.

Wie funktioniert fachgerechtes Recycling?

Beim Recycling werden die einzelnen Geräte auseinandergebaut. Verschiedene Bauteile wie Akkus oder Displays werden zunächst entfernt, da diese giftige Stoffe enthalten. Das Gehäuse und andere Kunststoffbestandteile sind in ihrer Art

Recycling

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meist so unterschiedlich, dass eine sortenreine Trennung nicht zufriedenstellend gelingt. Deshalb dienen die Kunststoffe zumeist der thermischen Verwertung und liefern somit die Energie für die Schmelzprozesse, bei denen Edelmetalle abgetrennt werden und somit der Rückgewinnung dienen. Wertvolle Edelmetalle (z. B. Kupfer) finden sich z. B. in der so genannten Leiterplatte von Mobilfunktelefonen.

So können wertvolle Rohstoffe wieder für die Produktion neuer Produkte verwendet werden. Auch führt die grundsätzliche Möglichkeit Handys zu recyceln dazu, dass auch die Hersteller dazu angehalten sind, ihre Geräte so zu entwickeln, dass sie den Recycling Prozess unterstützen. Also eine rund um gute Sache.

Handyrecycling in Zahlen

Die Handyverkaufszahlen belaufen sich in Deutschland auf über 35 Millionen pro Jahr. Im Durchschnitt dient ein Handy gerade einmal nach 1,5 Jahren aus und ein neues Gerät wird gekauft. Das ist auch kein Wunder, da Jahr für Jahr immer wieder neue und bessere Modelle auf den Markt kommen.

Nach vorsichtigen Schätzungen sind allein durch diese Handys jährlich ca. 5.000 Tonnen Elektroschrott zu verzeichnen. Viele alte Handys verstauben jedoch in den Schubladen, obwohl sie als wichtige Rohstofflieferanten dienen könnten. Alte Handys sollten demnach unbedingt in den Rohstoffkreislauf zurück finden.

Mobilfunk-Anbieter setzen sich ein

Das Recycling Konzept findet auch Anklang bei den Mobilfunk Anbietern. So unterstützt z. B. die Deutsche Telekom die Deutsche Umwelthilfe und ruft dazu auf alte Handys einzusenden. Ein Teil des Erlöses durch eventuellen Weiterkauf kommt bei solchen Kooperationen gemeinnützigen Projekten zugute.

Um das Handy den entsprechenden Stellen zukommen zu lassen, gibt es z. B. Sammelstellen der Organisationen. Auch können Geräte über die Shops der entsprechenden Mobilfunk Anbieter abgegeben werden. Oder man entscheidet sich für den Postweg.

Unabhängig von diesen Aktionen, können Altgeräte auch so bei den Mobilfunk Anbietern in den jeweiligen Shops  abgegeben oder per Post eingesendet werden.

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