Handycodes

Handycodes dienen allgemein dazu ein Mobiltelefon bzw. den Netzanschluss durch die Eingabe von verschiedenen Tastenkombinationen individuell zu konfigurieren. Demnach handelt es sich um Symbol- bzw. Zeichenfolgen, die über jede Handytastatur eingegeben werden können.

Grundsätzlich unterscheidet man dabei zwischen:

Alle drei Arten und ausgewählte Beispiele werden im Nachfolgenden vorgestellt.

In jedem Fall gilt jedoch: Wer nicht weiß, was er tut – Hände weg von Handycodes! Unsachgemäße Spielereien können u. U. dazu führen, dass das Handy danach unbrauchbar ist.

GSM Codes

Die Änderungen, die mittels GSM Code vorgenommen werden, beziehen sich auf das Wirknetz. So lassen sich z. B. die GSM Dienste Rufumleitung, Konferenz-Schaltung, usw. einfach per Tastenkombination einstellen. Das umständliche ZahlencodeBlättern im Menü bleibt somit erspart. Diese Codes funktionieren in allen (echten) GSM Netzen, unabhängig vom jeweiligen Handymodell.

Dienste/Eigenschaften, die mittels GSM Code de-/aktiviert werden können, sind:

  • Rufumleitung
  • Anklopfen
  • Konferenzschaltung
  • Makeln
  • Rufnummernübertragung (CLIP)
  • Sprachqualität

So einfach geht’s

Zuerst den Code eingeben, dann nur noch die Ruf- bzw. Hörertaste drücken. Wenige Sekunden darauf gibt das Netz eine Rückmeldung, die die erfolgreiche Eingabe bestätigt oder verneint.

GSM Codes am Beispiel


Anklopfen und Konferenzschaltung

Ein:                         *43# + Hörertaste

Aus:                        #43# + Hörertaste

Status Prüfen:      *#43# + Hörertaste

Bei eingeschaltetem Anklopfen macht ein Signal darauf aufmerksam, wenn während eines Gesprächs ein weiterer Anrufer in der Leitung wartet. Der Anklopfende Anruf kann weiter mit dem Code 1 + Hörertaste angenommen (anderes Gespräch wird beendet) oder mit dem Code 0 + Hörertaste abgewiesen werden. Soll das laufende Telefonat gehalten werden, ist nur der Code 2 + Hörertaste einzugeben. Der Code 3 + Hörertaste leitet die Konferenzschaltung mit dem anklopfenden und dem bisherigen Gesprächspartner ein. Weitere Codes für die Telefonkonferenz sind:

Nummernfeld11 + Hörertaste:  beendet Gespräch mit Teilnehmer 1

12 + Hörertaste: beendet Gespräch mit Teilnehmer 2

21 + Hörertaste:  bringt  Gespräch mit Teilnehmer 1 in Haltemodus, mit Teilnehmer 2 wird weitergesprochen

22 + Hörertaste: bringt  Gespräch mit Teilnehmer 2 in Haltemodus, mit Teilnehmer 1 wird weitergesprochen

USSD Codes

USSD steht ausgeschrieben für „Unstructured Supplementary Service Data“. Die entsprechenden Codes funktionieren ähnlich, wie die GSM Varianten. Demnach werden auch diese an den Netzbetreiber gesendet. Sie dienen dazu bestimmte Einstellungen vorzunehmen oder einen speziellen Status abzufragen. Im Gegensatz zu den GSM Codes sind diese auf den jeweiligen Anbieter bezogen und können entsprechend variieren. USSD Codes beginnen immer mit *1, gefolgt von zwei weiteren Zahlen und #. Sind zusätzliche Parameter erforderlichen werden diese mit * vor der Raute platziert.

Abfragen/Einstellungen, die mittels USSD Code vorgenommen werden können, sind:

  • Abfrage der eigenen Nummer
  • Abfrage Prepaid Guthaben
  • Prepaid Aufladung
  • Anzeige telefonierte Minuten im Abrechnungszeitraum
  • versendete SMS an Tag der Abfrage
  • Weiterleitung
  • u. v. m.

Je nach Anbieter stehen mehr oder weniger Möglichkeiten zur Verfügung. Da sich USSD Codes gewissermaßen auf die SIM Karte beziehen, bestimmt deren Aktivierungsprofil welche Netz Dienste und Einstellung geändert werden können

In Bezug auf Vertragskarten und Prepaid Varianten gibt es jedoch Unterschiede. Genau bedeutet das, dass Prepaid Kunden einige Dienste verwehrt bleiben. Im Internet finden sich verschiedene Überblickstabellen zu den unterschiedlichen Codes. Wichtig ist jedoch, dass nicht alle Anbieter jeden Code unterstützen

So einfach geht’s

Auch hier wieder zuerst den Code eingeben, dann die Ruf- bzw. Hörertaste drücken. Ein paar Sekunden später erfolgt die Rückmeldung.

USSD Codes am Beispiel


Prepaid Guthaben abfragen und aufladen

AnbieterGuthaben abfragenGuthaben aufladen
T-Mobile*100# + Hörertaste*101*Code# + Hörertaste
Vodafone*100# + Hörertaste*100*Code# + Hörertaste
E-Plus*100# + Hörertaste*104*Code# + Hörertaste
o2*101# + Hörertaste*103*Code# + Hörertaste
congstar*100# + Hörertaste*101*Code# + Hörertaste
klarmobil.de*100# + Hörertaste*101*Code# + Hörertaste
simyo*100# + Hörertaste*104*Code# + Hörertaste
fonic*100# + Hörertaste*103*Code# + Hörertaste

Handy spezifische Kurzbefehle / Handycodes

Kurzbefehle für das Handy

©Thinkstock: iStockphoto

Handy spezifische Kurzbefehle (synonym oft Handycodes) dienen vorrangig Servicetechnikern, da sie Handy typische Informationen preisgeben. Diese sind zwar z. T. auch über das Menü in Erfahrung zu bringen, jedoch dauert dies meist lange, da die Wege doch meistens recht umständlich sind. Handycodes umfassen lediglich Tastenbefehle, die i. d. R. nicht gesendet werden müssen.

Geht man allein von der optischen Erscheinung eines Handycodes aus, stellt man sehr schnell fest, dass ein solcher nicht immer von GSM Codes zu unterscheiden ist, da auch Handycodes oft mit * beginnen und mit # enden.

Handycodes dienen z. B. dazu:

  • die Software Version abzufragen
  • den SIM Karten Stromsparmodus abzufragen
  • die Sprachqualität zu erweitern oder auf half rate zu stellen
  • die Spracheinstellung vorzunehmen
  • verschiedene Lock Status abzufragen
  • die Einstellung auf Werkseinstellungen zurückzusetzten
  • den Batteriestatus und die Temperatur abzufragen
  • u. v. m.

Handycodes sind stets herstellerbezogen und können hier sogar von Modell zu Modell unterschiedlich sein. Welche Möglichkeiten durch die Eingabe von Handycodes gegeben sind, richtet sich entsprechend nach Hersteller und ggf. nach Modell. Einige Codes haben aber auch herstellerübergreifende Gültigkeit.

So einfach geht’s

Je nach Betriebssystem des Handys kann nach der Eingabe des Codes das zusätzliche Drücken der Hörertaste erforderlich sein. Aktuelle Modelle erkennen den Befehl jedoch meist selbstständig nach dem Abschluss mit der Raute Taste.

Handycodes am Beispiel


Sicherheitscodes (PIN, PUK)

Wer sich seine PIN Nummern nicht merken kann, hat die Möglichkeit diese zu ändern. Hierzu muss lediglich der entsprechende Code eingegeben werden. Sinnvoll ist es sich den neuen PIN sicherheitshalber woanders zu notieren (eventuell bei den Mobilfunk-Unterlagen). Diese Codes beziehen sich auf die Daten der SIM Karte und sind universell.

PIN

Sicherheitscode PINPIN1:      **04*alte PIN*neue PIN*neue PIN#

PIN2:      **042*alte PIN*neue PIN*neue PIN#

PUK (notwendig um PIN zu entsperren)

PUK1:     **05*PUK*neu*neu#

PUK2:     **052*PUK*neu*neu#

Weitere praktischste Handycodes

Code: *#2820#

Über diesen Code kann die Bluetooth Hardware Adresse erfragt werden. Diese wird benötigt, um das Handy mit anderen Geräten (z. B. Notebook) via Bluetooth zu verbinden.

Code: *#06#

Mit diesem Code wird die Seriennummer (IMEI: International Mobile Equipment Identify) des Handys angezeigt. Sollte das Handy einmal gestohlen werden, kann es über diese Nummer identifiziert werden.

Bei Nokia Handys kann zusätzlich die Produktseriennummer angezeigt werden. Der hierfür benötigte Code lautet: *#7760#.

Im Internet gibt es verschiedene Seiten, die die einzelnen herstellerbezogenen Codes mit Angabe von Hersteller bzw. Modell aufführen.

Wer dabei auf Codes zum kostenlosen Versenden von SMS stößt. Der hat sich leider zu früh gefreut, denn diese funktionieren allesamt nicht!

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